Menschen sind schnelle Problemlöser. Von einem evolutorischen Standpunkt aus gesehen, kann es lebensrettende Vorteile haben, keine Zeit mit langwieriger Problemanalyse zu vergeuden – sondern die Füße in die Hand zu nehmen. Gewöhnlich bedarf es keiner langen Denkprozesse, um die Ursache von Ereignissen zu benennen, welche uns oftmals wiederum als Ereignis gilt.

Sobald Probleme komplexer werden, funktioniert diese Methode jedoch nicht mehr optimal. Immer dann, wenn wir es mit komplexen und dynamischen Systemen zu tun bekommen, stoßen wir mit unserem Denken in einfachen Kausalketten an Grenzen. Und zumeist haben wir heute Entscheidungen in komplexen, dynamischen sozialen, technischen und ökologischen Systemen zu treffen.

Damit die Auswirkungen einzelner Entscheidungen in ihrer gesamten Tragweite und auch unter langfristigen Gesichtspunkten deutlich werden, werfen wir mit System Dynamics einen ganzheitlichen Blick auf Probleme: Dazu werden das zu untersuchende Problem und der Untersuchungszweck abgegrenzt und problemrelevante Einflussfaktoren gesammelt und Annahmen über deren Verhalten aufgelistet. Die Zusammenhänge der relevanten Größen werden in einem Wirkungsdiagramm beschrieben.

Dadurch betrachten wir nicht Ereignisse und ihre Ursachen isoliert, sondern das System als Ganzes und machen Interdependenzen zwischen den einzelnen Systemteilen transparent. Die ganzheitliche Systemanalyse fördert Effekte zutage, die andernfalls unbedacht geblieben wären.

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